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Keine Kraftwerke im Ötztal! Fotos Mike Preuss (Outdoortrophy)
Kajakfahrer gegen Staudämme im Ötztal Das 1. Ötztaler Kajakfestival 2005 vom 25. bis 26. Juni war in allen Belangen ein voller Erfolg. Über 400 Paddler aus zehn Nationen trafen sich auf dem Campingplatz in Huben, um friedlich gegen die Großkraftwerkspläne der TIWAG zu protestieren und den Bewohnern des Ötztals in ihrem Kampf gegen eine irreparable Naturzerstörung den Rücken zu stärken.
Am Samstag wurde zunächst auf den diversen Abschnitten der Ötztaler Ache gepaddelt. Während andernorts in den Nordalpen so ziemlich jeder Fluss von der Energiewirtschaft in Ketten gelegt ist, finden Kajakfahrer auf der Ötz noch pures Wildwasservergnügen wie vor 100 Jahren, als erste Faltbootpioniere die Flüsse Tirols erkundeten. Gegen 17 Uhr trafen sich die sichtlich zufriedenen Kajakfahrer wieder auf dem Campingplatz in Huben, um sich bei Freigetränken und Grillspezialitäten für die abendlichen Aktionen in Sölden zu stärken.
Um 21 Uhr eröffnete dort der Mitorganisator Bernhard Mauracher vor 600 Zuschauern das offizielle Programm mit einem Vortrag über die ökologischen Folgen von Wasserkraftwerken am Beispiel des Zillertals. Anschließend wurde der mehrfach preisgekrönte Film »Ötztal – Im Reich des wilden Wassers« gezeigt, bevor um 22.30 Uhr 75 Kajakfahrer zur Protestfahrt auf der Ache durch Sölden starteten. Erleuchtet nur vom Schein ihrer wasserfesten Fackeln und lautstark angefeuert von vielen hundert Zuschauern, bot sich ein Schauspiel, dessen emotionale Wirkung kaum größer hätte sein können.
Foto: Matthias Breuel http://www.team-bse.de Zitat eines deutschen "Paddel-Pros" nach dem Fackelpaddeln: "Das war das schönste Erlebnis meiner bisherigen Paddelkarriere." Dass Kajakfahrer und Organisatoren ihr Pulver damit jedoch keinesfalls verschossen hatten, bewiesen sie am Sonntag, als bei bestem Wetter insgesamt 250 Kajakfahrer im Pulk durch den Ortskern Söldens trieben. Diesmal hielten sie weder Paddel noch Fackel in den Händen, sondern Plakate, die den Schutz der Ache vor einer fragwürdigen Energiepolitik forderten.
Fakten zum 1. Ötztaler Wildwasserfestival Medien vor Ort: ORF, Kronenzeitung, Tiroler Tagesblatt, KANUmagazin, www.kajak.at, www.soulboater.com.
Berichte über das Festival: Bildmaterial zum Druck, kann bei Olaf Obsommer angefordert werden. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die mit viel Einsatz zum Erfolg dieser wunderbaren Veranstaltung beigetragen haben, sowie den großzügigen Spendern, um das 1.Ötztaler Kajakfestival überhaupt zu ermöglichen. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr. Bernhard Mauracher und Olaf Obsommer |
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